Sommerzeit ist Schmorgurkenzeit

Am Sommer ist so ziemlich alles gut. Die Märkte sind voll mit frischem Obst und Gemüse, man verbringt die Abende und Nächte mit Freunden auf dem Balkon oder in Parks und erfreut sich an der Leichtigkeit des Lebens. Und an den vielen leckeren Gerichten, die der Sommer hervorbringt. Dazu gehören für mich: Schmorgurken.

Schmorgurken und Dill

Schmorgurken und Dill

Vor wenigen Tagen bin ich bei der Familie im Wendland gewesen und mit einem großen Korb voll mit Kürbis, Tomaten, Paprika, Salat- und Schmorgurken in die Stadt zurückgekehrt. Tante und Onkel haben eine Gärtnerei, und bevor die Kinder und Nichten und Neffen am Sonntag nach getaner Familienfeierei wieder in die verschiedenen Städte fuhren, wurde einmal quer durch die Gärtnerei geerntet und alle wurden auf das Beste versorgt.

Die Schmorgurken habe ich zuerst verarbeitet, gleich am Montag. Klassischerweise werden sie mit Hack zubereitet, doch darauf habe ich verzichtet. Ich habe mich für eine Variante aus dem Kochbuch „Deutschland vegetarisch“ von Stevan Paul und Katharina Seiser entschieden. Dieses Kochbuch, ist nach „Österreich vegetarisch“ auch ein feines und bereicherndes Werk und ich warte schon gespannt auf die Nummer drei aus der Reihe, „Italien vegetarisch“. Es erscheint in wenigen Tagen, am 1. September. Ich sag es mal so: Ich weiß, was mein nächstes Kochbuch wird.

Zurück zu den Schmorgurken. Wie gesagt, ich habe das Rezept leicht verändert. Stevan Paul hat Koriandersaat und Piementkörner in seinem Rezept zu den Gurken getan, die habe ich weggelassen. Stattdessen habe ich mit etwas Paprikapulver und Chilisalz (aus selbstgezogenen Chilis vom Balkon hergestellt!) etwas Schärfe in das Gericht gebracht.

Und so funktioniert es:

700 g Schmorgurken
2 Zwiebeln
80 g Butter
1 TL Senfsaat
1 TL Kümmel
2 Lorbeerblätter
Paprikapulver
1 EL Zucker
20 g Mehl
400 ml Gemüsebrühe
1 EL Weißweinessig
je 1 Bund Petersilie und Dill
1 EL scharfer Senf
Chilisalz
Pfeffer aus der Mühle

Gurken schälen und entkernen. Halbieren und in 1 cm große Stücke schneiden. Zwiebel in Streifen schneiden und in der Butter glasig dünsten. Senfsaat, Kümmel, Lorbeer, Paprikapulver dazugeben. Alles mit Zucker bestreuen und anschließend mit Mehl. Wenn sich der Butter-Mehl-Ansatz braun färbt, mit Brühe ablöschen. Essig und die Gurken dazu geben und alles ca. 10 min schmoren, bis es gar ist. Am Schluss die gehackten Kräuter dazugeben, Senf einrühren und mit Chilisalz und Pfeffer abschmecken. Ich habe dann auch noch etwas Sahne untergerührt… Dazu passen ausgezeichnet: Salzkartoffeln.

Im Originalrezept kommen 1 TL Koriandersaat und 5 Piemenkörner an das Gericht.

Frisch geerntet: Paprika, Tomaten, Chilis.

Frisch geerntet: Paprika, Tomaten, Chilis.

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