Die Streetfood-Welle rollt über Hamburg

Als ich das erste Mal von Foodtrucks las, gab es davon in Hamburg noch keinen einzigen. Irgendwo in diesem Internet stolperte ich über „Le camion qui fume“, dem rauchenden Lastwagen in Paris. Tolles Konzept dachte ich, müsste man hier auch machen – gute Burger an wechselnden Standorten verkaufen! Ich habe dieses Konzept nicht umgesetzt, andere haben das aber glücklicherweise an meiner Stelle getan.

In vielen Städten gibt es mittlerweile Foodtrucks und dazugehörige Events. In Berlin gibt es an mehreren Tagen in der Woche Street-Food-Events – und nun schwappt die Welle endlich auch nach Hamburg. In den vergangenen Tagen bin ich auf Facebook mit diversen Einladungen zu Streetfood-Events fast überschwemmt worden. Darum starte ich hier den Versuch, etwas Ordnung und Übersicht über die Hamburger Streetfood-Szenerie zu bringen. Denn in dieser Woche gibt es gleich drei Events.

Burger, Pommes und Mayonnaise in einem Korb

Streetfood: Ein Burger von The Big Balmy

Seit dem vergangenen Jahr gibt es den Streetfood Thursday, der bisher an wechselnden Plätzen stattfand. Im November traf man sich im Alten Güterbahnhof an der Harkortstraße in Altona, im Februar fand das Event im Rahmen der Social Media Week in den Schanzenhöfen statt. Dort hatte ich das Vergnügen, ein sensationell gutes Pulled Pork zu genießen. Leider gab es auf diesem Event keinen Wein zu kaufen, das hat mir gefehlt. Nun fand der Streetfood Markt auf dem Gelände der Ratsherren-Brauerei statt und es gab auch eine schöne Auswahl an verschiedenen Bieren – mir und meiner Begleitung war an dem Abend aber nach Wein. Satt und zufrieden bin ich aber trotzdem geworden.

Logo Streetfood Thursday

Der nächste Streetfood Thursday ist aus terminlichen Gründen ein Wednesday. Am kommenden Mittwoch, 11. März findet er in der Fischauktionshalle statt. Start ist um 17 Uhr, der Eintritt beträgt zwei Euro. „Wir haben Kosten in Höhe von 7.000 Euro, die können wir mit der Standgebühr alleine nicht decken“, erklärt Dannie Quilitzsch von Goodevents, dem Veranstalter. Ob auch die zukünftigen Streetfood-Märkte am Hafen stattfinden, ist unklar. „Wir warten erstmal den Mittwoch und die Resonanz ab, am Ende der Woche wissen wir mehr, so Quilitzsch.

Neben den bekannten Hamburger Foodtrucks wie Vincent Vegan, The Big Balmy oder die Goldmädchen mit ihren leckeren Bio-Pfannkuchen kommen auch immer mehr Marktbeschicker von außerhalb zu diesen Events. So haben sich für den kommenden Mittwoch unter anderem j.kinski aus Thüringen, angekündigt, Köln ist mit El Buritaco vertreten.

Ein weiterer Veranstalter startet nur wenige Tage später: Am Sonntag, den 15. März findet der „Food Truck Market“ auf dem Gelände des Fleischgroßmarkts der Delta Fleisch Handels GmbH in der Lagerstraße 11 statt. Jeweils einmal im Monat öffnet dann der Food Truck Market seine Tore. Auch hier heißt es: Wir warten erst einmal die Resonanz ab, die weiteren Standorte stehen noch nicht fest. Der Eintritt kostet 2,50 Euro, dafür erhalten die Besucher ein Magazin, außerdem wird Live-Musik geboten. Die Ankündigung, Eintritt zu nehmen, hat auf Facebook zu einer heftigen Diskussion geführt. Der Veranstalter betont, dass es nicht darum geht, einen Gewinn zu machen. „Wir wollen den Besuchern etwas bieten, sie bekommen Live-Musik, es gibt ein Magazin zum Thema Streetfood“, so der Veranstalter. Eine Liste der teilnehmenden Foodtrucks findet sich auf deren Internet-Seite

Logo Food Trucks Market

Damit nicht genug, Event Nummer drei geht gleich über vier Tage, und zwar vom 13. bis zum 16. März. Die Gastronomie Fachmesse Internorga präsentiert unter dem Hamburger Fernsehturm jeweils von 10 bis 18 Uhr das Food Truck Village. Dort stehen täglich fünf verschiedene Foodtrucks, die dort ihr Essen anbieten. Zudem gibt es jede Stunde einen „Truckers Talk“, Food-Truck-Betreiber berichten dort von ihren Erfahrungen. Um 10.30 Uhr findet der erste Talk statt, der letzte um 17.30 Uhr. Das Village ist für Jedermann geöffnet.

Ich freue mich sehr über diese kulinarische Bereicherung in Hamburg, ich mag die Streetfood-Märkte, das Vorbeischlendern an den verschiedenen Ständen, sich mit Freunden dort treffen und etwas verweilen, und dabei gute Gespräche über gutes Essen führen – und natürlich die eine oder andere Köstlichkeit zu verspeisen. Was mir auffällt: Alle Events finden im Westen Hamburgs statt. Nun wohne ich in Altona, im Westen der Stadt, für mich ist das also günstig. Aber ein Streetfood Markt würde sicherlich auch in Barmbek oder Winterhude funktionieren. Zum Schluss noch ein Buchhinweis: Wer sich Streetfood nach Hause holen möchte, dem sei das Kochbuch „Auf die Hand“ von Stevan Paul ans Herz gelegt. Und nun lasst es euch schmecken!

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